Gustav-Adolf-Werk Kurhessen-Waldeck e.V.

Gustav-Adolf-Werk Kurhessen-Waldeck e.V. – Aktuelles

28.09.2017

Jubiläum in Kassel

20 Jahre lebendige Partnerschaft

Die langjährige Partnerschaft zwischen der Evagelischen Kirche von Kurhessen-Waldeck (EKKW) und der Evangelisch Lutherischen Kirche in Kirgistan (ELKK) besteht seit April 1997. Auf Initiative der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) sollten nach dem Zusammenbruch der ehemaligen UdSSR die einzelnen Gliedkirchen der EKD Partnerschaften zu Kirchen der neu gebildeten Staaten übernehmen. Von Anfang an war das Gustav-Adolf-Werk in die Partnerschaft eingebunden und wird mit der Betreuung dieser Partnerschaft beauftragt. Federführend nimmt sich die GA-Frauenarbeit verschiedener Projekte der lutherischen Kirche an. Mit großem Einsatz hat besonders die Frauengruppe in Kassel finanzielle Mittel zusammengetragen und über viele Jahre den Kontakt nach Kirgistan gehalten.

Das im Jahr 2003 errichtete Altersheim „Haus der Barmherzigkeit" der ELKK ist der Frauengruppe besonders ans Herz gewachsen. Davon berichten bei einer Veranstaltung der GA-Frauenarbeit im „Blauen Cafe" in Kassel Frauen, die über einen langen Zeitraum diese Kontakte pflegen. Eine der Ersten war Dorothea Gertig, Pfarrerin im Ruhestand und ehemalige Leiterin der GA-Frauenarbeit, fortgeführt von Inge Rühl, der derzeitigen Vorsitzenden der GA-Frauenarbeit. Voller Empathie berichten beide von Besuchen in dieser kleinen Kirche im Inneren Asiens.

Die sozial-diakonischen Projekte der lutherischen Kirche – neben dem Altersheim eine Tagesstätte für Kinder mit Behinderung und eine Ausbildungsstätte für Waisenkinder - bilden einen besonderen Schwerpunkt der Zuwendung durch die Frauenarbeit. Bilder aus diesen Einrichtungen verstärken die geschilderten Berichte. Aus den Gesichtern der Kinder, Frauen und alter Menschen strahlt Freude und Zufriedenheit. Wenn man bedenkt, dass der Staat Kirgistan alte Menschen oder Kinder mit Behinderung sich selbst überlässt, dann kann man die tiefe Freude und Dankbarkeit nachvollziehen. Und diese Freude steckt an. Sie ist auch in Kurhessen- Waldeck zu spüren.

Es verwundert nicht, dass nach so vielen Jahren, durch wechselseitige Besuche und ständigen Austausch, ein ganz herzliches Verhältnis zu den Menschen in den Gemeinden der ELKK gewachsen ist. Stellvertretend kommt das in den Worten von Bischof Alfred Eichholz aus Bischkek zum Ausdruck. Sein Grußwort zum Jubiläum hören die Frauen im „Blauen Cafe" mit großer Freude. Viele der Anwesenden haben Bischof Eichholz sowie Mitarbeiterinnen aus den Gemeinden beim Delegationsbesuch im Juni 2015 in Kassel und Nordhessen kennengelernt.

Wenn auch beim Jubiläum der zwanzigjährigen Partnerschaft keine Gäste aus Kirgistan anreisen konnten, so haben Lebensbilder einiger kirgisischer Lutheranerinnen einen Blick in die lutherische Kirche und ihr segensreiches Wirken vermitteln können. Für die Veranstalterinnen und Gäste steht fest, diese enge und lebendige Partnerschaft soll auch in Zukunft weiter bestehen bleiben. Vielleicht können wir in einigen Jahren 25 Jahre Partnerschaft mit Gästen aus der ELKK feiern.

Ulrike Kany
Beauftragte für Öffentlichkeitsarbeit
im GAW Kurhessen-Waldeck

 

Grußwort aus Kirgistan

Sehr geehrte und lieben Frauengruppe des GAW in Kassel!

In großer Schätzung und Dankbarkeit für die langjährige Partnerschaft zwischen ELKK und Frauengruppe des GAW in Kassel, grüße ich Sie ganz herzlich aus Kirgistan!

Als Frau Inge Rühl uns angekündigt hat, das am 21 September die 20-Järige Partnerschaft in Kassel gefeiert wird, war ich sehr beeindruckt gewesen .

Ich verstehe es so: unsere Partner-Frauengruppe in Kassel feiern unsere Partnerschaft! Dafür gibt es einen guten Grund ! Es gibt Menschen (früher habe ich es auch so gesehen) die meinen das unsere Partnerschaft ziemlich einseitig ist. Eine Seite bemüht sich zu geben, die andere ist immer Empfänger...

Aber es ist nicht so wie es vielleicht aussieht. Ihr seid Diejenigen die arbeiten und das Geld sammeln. Wir sind Diejenigen die auch arbeiten, und das Geld zu Gunsten den Bedürftigen verwenden! Und da sehe ich nicht nur einseitiges nehmen und geben der Partner, sondern zusammen erfühlen wir das wichtigste Gebot unseren Herrn Jesus nämlich "liebt euren Nächsten wie sich selbst".

Die erfolgsbetonte Arbeit mit alten Menschen im Haus der Barmherzigkeit ist unsere gemeinsame Freude !!!

Dank Ihrer großartigen und langjährigen Hilfe konnten wir vielen alten Menschen zu einem menschenwürdigen Leben verhelfen. Aber auch zum seligen sterben in Gottes Liebe und selig machenden Glauben!!!

Darum feiern Sie und wir, eine gesegnete Partnerschaft!
Gott möge jedem von Euch vergelten, mit seinem reichen Segen!
Ich wünsche Ihnen ein gesegnetes Feiern.
Es segne und behüte Euch der allmächtiger und Barmherziger Gott Vater, Sohn und Heiliger Geist!
In Liebe Christi und im Dienst des Herrn verbunden,

Ihr,
Alfred Eichholz
Bischof

 

Kirgisische Lutheranerinnen erzählen

„Ich würde den kirgisischen Frauen mehr Entscheidungsfreiheit geben"
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Aritkel aus dem Materialheft zum Bildervortrag für das Jahresprojekt 2017 der Arbeitsgemeinschaft der Frauenarbeit im Gustav-Adolf-Werk e.V.



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